das Heimathaus, Graphik von Albert Reinker Gemälde von Albert Reinker

Bürgerschützen- und
Heimatverein
Everswinkel

Der Heimatverein

Vor 1987

In den 1960er und 1970er Jahren - bevor der heutige Heimatverein gegründet wurde - wurden Aufgaben der Heimatpflege teilweise von anderen Vereinen wahrgenommen. Zum Beispiel veranstaltete der Bürgerschützenverein einen Heimatabend mit über 600 Gästen im Rahmen der 1100-Jahr-Feiern.

Zeitungsartikel vom 21.10.1967

Schon 1971 rief der Bürgerschützenverein zur Sammlung von historischen Fotos und "altem Material" auf.

Zeitungsartikel vom 27.03.1971

Und zur 50-Jahr-Feier des BSHV veranstaltete der Bürgerschützenverein einen Heimatabend mit 1.400 Gästen im Festzelt. Beim Schützenfest im Juli 1972 formulierte Lehrer Erich Tertilt die Aufgabe des Bürgerschützenvereins: "Den ehemaligen Everswinkelern die alte Heimat zu erhalten und den Neubürgern eine neue Heimat zu geben."

Zeitungsartikel vom 10.07.1972

Ähnlich lautete es 1973 in einem Schreiben der Gemeinde: "Darin wird zum Ausdruck gebracht, dass der Bürgerschützenverein auch heimatliche Belange, vor allem heimatliches Brauchtum fördert."

Zeitungsartikel vom 06.07.1973

Gründung und Tätigkeit

In den Jahren 1987 bis 1989 wurde das Buch "Dörfer im Wandel - Everswinkel und Alverskirchen" erarbeitet. Eine Gruppe von Mitarbeitern hat unter der Leitung von Hans-Josef Blomenkemper Texte und Fotos zur Geschichte der beiden Ortsteile zusammengetragen. Bei der Veröffentlichung des Buches gab der damalige Bürgermeister den Anstoß, die Arbeit nicht zu beenden, sondern in einem Heimatverein fortzuführen.

Ewald Stumpe und Erwin Buntenkötter griffen die Idee auf und luden zu einer Gründungsversammlung. Schon wenige Wochen später kam es zu dem gewünschten Zusammenschluss mit dem Schützenverein unter dem neuen Namen "Bürgerschützen- und Heimatverein Everswinkel". Die ersten Gründer wurden über Jahre zu den Motoren des Vereins. Ewald Stumpe sammelte historische Fotos, beschrieb und archivierte sie und brachte von 1985 bis 1997 ein Archiv mit 1.000 historischen Bildern zusammen. Erwin Buntenkötter recherchierte in den Archiven und erarbeitete Aufsätze zur Ortsgeschichte. Zum Beispiel: Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges, die Hausweberei, die Schulen oder die Häuser und deren Bewohner am Kirchplatz.

Nach der Fotosammlung trug Ewald Stumpe frühere hauswirtschaftliche Geräte, Waschmaschinen, Möbel, später Landmaschinen und Motoren zusammen. Nach der Anzahl und dem Wert der gesammelten Gegenstände durften diese nicht nur in einem Abstellraum untergebracht werden. Die historischen Stücke sollten geschützt, gepflegt und auch als Schausammlung der Öffentlichkeit gezeigt werden. Das war der erste Gedanke an ein Museum. Schon zu dieser Zeit führte Ewald Stumpe Besuchergruppen durch die Scheune. Maschinen und Geräte wurden bewegt und vorgeführt. Nach der Aufforderung an die Besucher, selbst einmal den Dreschflegel zu schwingen und Korn zu dreschen, entwickelte Ewald Stumpe ein Mitmach-Programm und daraus die Idee zum Mitmach-Museum.

Der Versuch, durch Förderung im Rahmen der "Regionale 2004" ein Museum verwirklichen zu können, schlug fehl. Zwei Jahre später und mit großzügiger Förderung durch die Sparkasse Münsterland-Ost begannen Bauarbeiten für eine Scheune zum Schutz und zur Vorführung der historischen Stücke: Ein eigenes Museum.

Bürgerschützen- und Heimatverein St. Hubertus Everswinkel e.V.